Fahrzeugfotos für die großen Börsen: Was sie verlangen und was verkauft
Das erste Foto entscheidet, ob ein Käufer Ihr Inserat überhaupt öffnet. Hier stehen die Bildregeln der großen Fahrzeugbörsen, die Perspektiven, die Käufer sehen wollen, und eine Checkliste für Ihr Team.
Das Wichtigste in Kürze
- Die großen deutschen Fahrzeugbörsen erlauben Händlern je nach Tarif 30 bis 50 Bilder pro Inserat (JPG oder PNG); Logos, Text und Kontaktdaten im Bild sind bei den Börsen nicht erlaubt.
- Seit dem 2. Februar 2026 bewertet bei einer großen Börse ein KI-Inseratscheck jedes Inserat; Bildqualität zählt 40 %, Bildanzahl 20 %.
- Empfohlen werden mindestens 25 Fotos; das beste Titelbild ist die Ansicht schräg von vorne.
- Das Fahrzeug auf dem Foto muss das echte, angebotene Fahrzeug in seinem tatsächlichen Zustand sein; eine professionelle Umgebung ist erlaubt, ein geschöntes Fahrzeug nicht.
Warum sind Fotos bei Fahrzeuginseraten so wichtig?
Käufer filtern zuerst nach Marke, Preis und Kilometerstand und entscheiden dann in Sekunden anhand des Titelbilds. In einer Nutzerumfrage einer großen Börse (836 Teilnehmer, Februar/März 2021) gaben 94 % an, Inserate ohne Bild gar nicht erst anzusehen, und ebenso viele legen Wert auf hohe Fotoqualität. Der Foto-Leitfaden derselben Börse nennt bis zu 67 % mehr Anfragen für Inserate mit den richtigen Fotos.
Seit dem 2. Februar 2026 bewertet bei einer großen Börse ein KI-Inseratscheck jedes Inserat, und die Bildqualität macht dabei laut Fachpresse 40 % der Bewertung aus, die Bildanzahl weitere 20 %. Inserate mit hohem Score haben laut der Börse eine bessere Chance, in den Suchergebnissen sichtbarer platziert zu werden. Gute Fotos sind damit nicht mehr nur Geschmackssache.
Welche Bildregeln gelten bei den Börsen?
- Anzahl: je nach Börse und Händlertarif 30 bis 50 Bilder pro Inserat; empfohlen werden mindestens 25 Fotos, hochauflösend, bei guten Lichtverhältnissen, aus relevanten Blickwinkeln
- Format: JPG oder PNG, Querformat empfohlen; beim Import über eine Schnittstelle teils JPEG bis 2 MB je Bild
- Titelbild: Das erste Foto ist das Hauptbild; die Reihenfolge lässt sich ändern
- Kennzeichen: beim Fotografieren verdecken oder nachträglich unkenntlich machen
- Nicht erlaubt: eingebaute Logos, Text oder Kontaktdaten des Händlers im Bild; Bilder, die etwas anderes als das angebotene Fahrzeug zeigen; irreführende Fotos; Katalogbilder müssen gekennzeichnet sein
- Zustand: Die Fotos müssen den tatsächlichen Zustand zeigen, Schäden sollen abgebildet sein
Für alle Börsen gilt: Das Fahrzeug auf dem Foto muss das echte, angebotene Fahrzeug in seinem tatsächlichen Zustand sein. Eine professionelle Umgebung ist erlaubt, ein geschöntes Fahrzeug nicht.
Welche Perspektiven erwarten Käufer?
Die Foto-Leitfäden der Börsen empfehlen eine feste Reihe von Aufnahmen. Mit dieser Liste fotografiert Ihr Team jedes Fahrzeug gleich:
- Schräg vorne (45°) – das beste Titelbild; Lenkrad so einschlagen, dass die Felge gut sichtbar ist
- Schräg hinten (45°)
- Front und Heck gerade
- Seite links und rechts
- Details außen: Felge, Scheinwerfer, Motorraum, Kofferraum
- Innenraum frontal und seitlich, Lenkrad, Infotainment
- Vorhandene Schäden, offen gezeigt
Damit kommen Sie leicht auf 20 bis 30 Bilder und erfüllen die Empfehlung für den KI-Inseratscheck.
Warum entscheidet das Titelbild über den Klick?
Die meisten Fahrzeuge werden auf dem Hof fotografiert, zwischen anderen Autos, vor Zäunen, bei wechselndem Wetter. In der Ergebnisliste der Börse steht Ihr Inserat dann neben Händlern mit Studio. Genau hier lohnt sich ein einheitlicher, ruhiger Hintergrund: Das Fahrzeug steht im Mittelpunkt, alle Inserate sehen gleich professionell aus.
Ohne eigenes Fotostudio geht das heute per KI: Sie fotografieren das Fahrzeug schräg von vorne auf dem Hof, und die Umgebung wird durch einen Showroom ersetzt. Wie das funktioniert und was rechtlich zu beachten ist, steht im Ratgeber Fahrzeugfotos: Hintergrund ersetzen.
Checkliste: Was muss vor dem Hochladen stimmen?
- Fahrzeug gereinigt, Innenraum aufgeräumt, keine Preisschilder oder Zettel hinter der Scheibe
- Gleichmäßiges Licht: bedeckter Himmel ist besser als pralle Sonne
- Aus Augenhöhe bis Hüfthöhe fotografieren, Fahrzeug vollständig im Bild
- Immer dieselbe Reihenfolge der Perspektiven
- Kennzeichen unkenntlich
- Kein Logo, kein Text, keine Kontaktdaten im Bild, wenn es auf die Börse geht
- Schäden zeigen statt verstecken: Das schützt vor Ärger und schafft Vertrauen
- Mindestens 25 Bilder für den KI-Inseratscheck
Quellen: Händlerportale, Gestaltungsregeln, Foto-Leitfäden, Händler-AGB und Schnittstellen-Dokumentation der großen Fahrzeugbörsen sowie Berichte der Kfz-Fachpresse, abgerufen am 01.10.2026.
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